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Die Entwicklung geht weiter oder wie soll man es beschreiben, dass schon wieder ein neues Rad angeschafft wird. Unser Prototyp hat uns treue Dienste geleistet. Ich habe es weitgehend beherrscht und auch schwierige Passagen damit gemeistert. Dass ich dabei Blut und Wasser geschwitzt habe, wenn ich nur dreißig Zentimeter Platz hatte für das Vorderrad und nur nach Gedächtnis fahren konnte, sei am Rande bemerkt. Nein unter anderen Umständen würden wir es auch in der nächsten Saison fahren und in der übernächsten.

Zwei Gründe sprachen dagegen: Karin ist zugempfindlich und bei Temperaturen unter 10°C war für sie sehr anstrengend. Gut sie ist dem Fahrtwind auch voll ausgesetzt. Ich wollte eigentlich mehr Fahrtwind und wollte schneller fahren und bei manchen Passagen litt tatsächlich die Übersichtlichkeit. Wir haben aber auch alles damit gefahren, Westliche Wälder mit Grobschotter, Feldwege, Matsch- und Schlammwege auf dem Mainradweg usw.

Wir schauten uns deshalb auf der Spezi mal nach Alternativen um und fuhren im Parcour die beiden Zoxtandems. Beide hatten den geraden Rahmen. Der Unterschied war, dass wir bei dem einen hintereinander sitzen und beim anderen mit dem Rücken zueinander, B2B eben. Das erstere war mir zu schwammig und ich kämpfte mit der UmdieKnieLenkung (UDK). Karin war sofort vom Back to Back begeistert, weil sie immer noch freie Sicht hat und das Rad sehr kommunikativ auf Andere wirkt.

Also fuhren wir im Oktober doch mal zu Zox und wollten alle vier Arten Probe fahren. Vier Arten? Ja es gibt beide Versionen, beide in eine Richtung und Rücken an Rücken mit geradem Rahmen und mit geschwungenem Rahmen. Mein Problem der UDK-Lenkung wurde erst mal beseitigt. Ich bekam mehrere unterschiedliche Räder unter den Hintern und versuchte jeweils anzufahren. Am Anfang eher als Tretroller mit mehreren Schubsern mit den Füßen und dann den Versuch die Füße auf die Pedale zu bekommen. Nach ein paar Versuchen ging es dann sogar prima. Also fuhr ich dann das erste Tandem, erst mal alleine und dann mit Karin. So machten wir alle durch. Das B2B mit dem geschwungenen Rahmen war dabei unser Favorit. Sergio lies uns ohne Verkäuferansprache in Ruhe unsere Entscheidung fällen.a

Und wir haben uns entschieden so eines zu bestellen. Die ganzen Optionen wurden besprochen und die Bestellung klar gemacht. Aber es kommt immer anders als man denkt. Sergio hatte Schwierigkeiten diesen Spezialrahmen biegen zu lassen, wobei dies eher ein zeitliches Problem war. Wir haben dann auf der Etappe entschieden das Vorführrad zu nehmen. Sergio machte sich an den, von uns gewünschten Umbauten und seit letztem Samstag ist das Rad soweit fertig. Die Details wie Lowrider, Lampen und ähnliches sollen in den nächsten Tagen dazukommen. Dann wird dieser Bericht noch ergänzt.

Und wie versprochen die Ergänzung. Die Lowrider sind montiert. Eine Lichtanlage bestehend aus IQ speed, Batterierücklicht an 6V Akku und gelbe LED-Seitenleuchten sind ebenfalls montiert. Die Sitzeinstellungen ein paar mal modifiziert und die Lowrider nochmal verschoben, damit die Taschen besser einzuhängen gehen. Das Kettenleitrohr hinten (Kette läuft über Kreuz) wurde durch zwei rechteckige Kunststoffröhrchen ersetzt und als freies Kettenkreuz konzipiert. Karin bekam noch Lenkerendschalthebel (Die Revoshiftdrehschalter haben den Bärenkräften von Karin maximal 4 Wochen widerstanden.).

So haben wir das Tandem bei dem Himmelfahrtskommando 2012, der Kinzigtalrunde und jetzt bei den Bayerischen Liegeradtagen gefahren. Es passt jetzt und es fährt super. Ach ja große Schutzbleche kamen noch dran, die vorne noch ein bisschen modifiziert werden müssen.