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Das Rad hatte bisher keinen identifizierbaren Hersteller. Dank Thomas Neubauer (leisauer Fahrradhaus) wurde es als erste Liegeradexperimente aus dem Hause ZOX identifiziert. Jeder fängt mal klein an und dass es immer noch funktioniert spricht für den Hersteller. Es ist mindestens zwanzig Jahre alt. Die Vorderradfederung besteht aus einer Druckfeder und einer Parallelogrammaufhängung. Die Hinterradfederung aus einem Gummipuffer.

Gekauft habe ich das Rad in Erlangen von einem Studenten und diverse Änderungen vorgenommen. Den rosafarbenen Sperrholzsitz ist durch einen GFK-Sitz ersetzt. Die Lenkerhalterung war bereits gerissen und wurde ersetzt und ein neuer Lenker montiert. Kette und Kettenführung gereinigt und neu eingestellt und die Bremsen neu eingestellt.

Ein paar kleinere Touren habe ich damit auch schon gemacht, die wiederum der Optimierung dienten.

So inzwischen hat mir Otto ein Bekannter aus Naturfreundjugendtagen die Sitzhalterung so umgeschweisst, dass jetzt fast jeder auf dem Rad fahren kann und den Umwerfer in die richtige Richtung gebracht. Mit ein paar kleinen Ergänzungen hat es jetzt die Bayerischen Liegeradtage 2010 klaglos überstanden. Auch der massive Gepäcktransport nahm es gelassen hin. Ich hatte allerdings zur Vorbereitung noch neue Gummipuffer und einen Seitenständer montiert.

Gut bei der Anfahrt zur Tour musste eine Schraube einem Draht weichen, weil das Schutzblech sonst auf dem Reifen schleift.

Inzwischen ist es zum Trainingsgerät für Karin geworden. Ich habe mir ein fast neues Nazca Paseo zugelegt und warte auf die Einheitstour zum Ausprobieren bzw. werde die Einheitstour 2011 mit dem Rad vorbereiten.

Heute wurden neue kombinierte Brems-, Schaltgriffe, neue Schaltzüge, ein neuer Umwerfer hinten montiert und alles neu eingestellt. Inzwischen ist eine Ventisit-Sitzauflage angefertigt und montiert und Karin hat heute eine kurze Proberunde gefahren. Das Trainingsrad ist einsatzbereit und hat alles was die StVO verlangt.

Und das Rad ist unterwegs. Nicht mit Karin oder mir darauf, sondern bei meinem Neffen im Raum Würzburg. Bei einer traditioniellen Urlaubsheimfahrtspause meines Bruders und seiner Familie sah mein Neffe das Rad und wollte es haben. Im Urlaub fuhren wohl mehrere Liegeräder herum und die Diskussion mit den Eltern wegen einer Anschaffung zog sich ziemlich lange hin. Als er dann unsere Liegeräder im Carport sah, war die Argumentationskette der Eltern dahin. Mit großen Augen stand er vor den Rädern.

Bei der Tour Mainradweg ist er ein Stück mit uns gefahren und bei der Kinzigtalrunde einen komletten Tag und gut 80 km. Er hatte zwar zu kämpfen, zog es aber durch und war glücklich und redlich müde, als er von seinem Vater wieder abgeholt wurde. Auch meldete er sich für die nächste Tour wieder an.

Das ist nun schon eine ganze Zeit her. Mein Neffe fuhr das Rad am Anfang mit Begeisterung und mit der Zeit immer seltener. Er war damit immer schneller als seine Freunde und die moserten dann kräftig. Deshalb erhielt das Mountainbike immer mehr den Vorzug.

Seit letztem Samstag steht das Rad jetzt wieder bei uns im Carport. Ich werde es in den Neu-Ursprungszustand zurückversetzen und dann überlegen, was ich damit mache. Entweder immer wieder mal fahren oder wenn das Spezialradmuseum in Hainbuchenthal wieder eröffnet dort als Leihgabe abgeben. Mal schauen was die Zeit so bringt.