default_mobilelogo

Steckbrief:

Start: Hochablaß Hochzoll
Ende: siehe oben
Strecke: 44 km, 190 hm
Belag: Asphalt, Schotter, Waldwege

Das warme Wetter an diesem Novemberwochenende lockte viele Menschen aus dem Haus. Auch ich schwang mich auf mein Nazca. Die Wahl der möglichen Touren fiel auf die Hiaslradtour. Die Tour ist zwar in den Opensource-karten eingezeichnet und teilweise auch inder Topo-Karte von Garmin zu finden, aber vor Ort nur an einzelnen Stellen ausgeschildert. In der Hauptsache ist der Weg nur mit einem GPS zu finden. Der Untergrund ist abwechslungsreich und reicht von Asphalt bis Naturweg mit Schlammeinlagen nach Regenfällen. Also so richtig was für ein Liegerad.

Praktischerweise läuft der Weg durch Kissing. Der bayerische Hiasl wird hier verehrt und im wurde am Gut Mergenthau sogar ein Museum gewidmet. Von zu Hause fuhr ich bei bestem Wetter bis zur Shell-Tankstelle entlang der B2. Dann führt der Weg nach rechts über die Bahn, entlang der Kissinger Heide bis zum Lech. Den Weitmannsee und den ausgeschilderten Radweg lasse ich ab der Parkplatzeinfahrt links liegen. Eigentlich bin ich den gesamten Weg auf der Straße gefahren, weil der Radweg unübersichtlich ist und die Autos sowieso nur 30 fahren dürfen. Am Ende des Parkplatzes führt ein Schotterweg bis zur Radlautobahn am Lech entlang. Dort folgte ich dem Weg nach links bis zur Lechstaustufe 23 bzw. dem Wanderparkplatz davor. Dort fuhr ich dann wieder links und querte bei der Verkehrsinsel die Straße. Ein kleiner Weg führt geradeaus auf den Lechdamm zu. Von da an bin ich der Straße gefolgt. Die ersten Anstiege warteten auf mich. Auf dem parallel verlaufenden Radweg konnte ich ungefährdet diesen Anstieg nehmen. Die Mieter oder Besitzer eines Allrad-LKW mit Wohnmobilaufbau waren dabei ihr Gefährt kennenzulernen, so wurde ich ständig von Ihnen überholt und kurz darauf standen sie wieder.

An der darauf folgenden Kreuzung geht es weiter geradeaus bis Merching. An der Hauptkreuzung in der Mitte geht es weiter auf der Steindorfer Straße. Am Rande von Merching führt der Weg wieder geradewegs zur B2. Diese darf man queren (Achtung Autos fahren dort schnell) und geradeaus in den Weg hinein. Der sieht nicht wirklich nach Radweg aus, ist aber der kürzeste Weg nach Hochdorf. An einer Stelle hat ein Traktorfahrer ganze Arbeit beim Erzeugen einer Schlammkuhle geleistet. Ich schob mein Rad mühsam am Feldwegrand vorbei. Danach wollten meine Klicks nicht mehr so, wie vorher. Wenn es trocken ist, dürfte es einfacher sein dort zu fahren. Der Weg ist ansonsten im ersten Bereich geschottert und dann betoniert.

In Hochdorf war ich heilfroh wieder Asphalt unter den Rädern zu haben. Der Aufstieg nach Baierberg ist nur im Dorf auf festem Untergrund. Dann erwartete mich wieder ein Schotterweg mit Feldweganteilen. Dies ist jedoch sogar eine Ortsverbindungsstraße. Mich haben mehrere PKWs überholt. In Sirchenried ist es dann erst mal vorbei mit Feldweg, Schotter und co. Auf schönen Nebenstraßen fuhr ich bis Baindlkirch. Am Ortsrand geht es schon weiter nach Eismannsberg über die Riedhöfe. Hier wechseln sich Steigungen mit flotten Abfahrten ab. Die Landschaft lenkt jedoch von den Bergauffahrten ab. Bei der Querung der Ortsverbindungsstraße Zillenberg - Egenburg wird wieder schnell gefahren (ist die Verbindung zur Autobahn). Vorsicht!

Nach Eismannsberg, Holzburg und dann Asbach geht es eher abwärts als aufwärts. In Bachern traf ich einen anderen Liegeradfahrer aus Bobingen, der mit seinem grünen Flux auch das Wetter nutzte. Dieser wollte nach Odelzhausen und Fürstenfeldbruck wieder nach Bobingen. Nach einem kurzen Ratsch wünschten wir uns gute Fahrt und jeder fuhr we iter. Nach Bachern geht es zum Seewieshof wieder bergaufwärts. Kurz davor ist ein Rehwildgehege (wohl eine Zucht) und dort lagen die Rehe in der Sonne und schauten mir interessiert bei der Vorbeifahrt zu. Am Seewieshof freute ich mich auf die schöne Abfahrt, die dann ziemlich schnell durch einen Rechtsschwenk in einen erneuten wunderbaren Feldweg beendet wurde. Dieser führt durch das Waldgebiet direkt zum Gut Mergenthau. Dort ist nicht nur das Hiaslmuseum untergebracht, sondern wird Rollrasen erzeugt. Ich fuhr die Baumallee zum Gutshof entlang. Das Hiaslmuseum ist links davon. Beim Wiederhochfahren drehte mein Hinterrad durch und ich kam nicht schnell genug aus den Klicks. So landete ich etwas unsanft auf meinem Hintern. Dem Rad passierte nichts, mir eigentlich auch nicht. Immerhin der erste Sturz mit dem Rad.

Vom Gut geht es bergab durch wiederum tiefe Feldwege mit Laubbelag. Also ideal um rumzueiern. Irgendwann hatte ich es geschafft und war unten auf der Straße angekommen. Die Freude über eine vernünftige Straße währte nicht lang. Eine schöne neue Schranke, zu tief für Liegerad und zu breit, damit man vernünftig daran vorbeifahren kann. Rechts und links gibt es ein bisschen Erdanhäufung, die aber mit dem Liegerad nicht zu fahren ist.

Kurz nach dem Reiterhof ist der erste Wegweiser des Hiaslradweges nach links. Der Weg führt an der Paar entlang nach Kissing Altort. In Kissing finden sich dann noch zwei Schilder, das wars dann aber auch. Entlang dem Bahnweg, der Bahnhofstraße führt der Weg dann nach Neukissing. Kurz vor Kissing nahm ich die Kalkofenstraße und stieß wieder auf die Shelltankstelle. Das Ende war damit erreicht. Ich fuhr dann entlang der B2 beim Bäcker vorbei, deckte mich mit zwei Brötchen ein und fuhr nach Hause, um Mittag zu essen.

Das kürzlich angeschaffte Trinksystem hat sich bewährt, bedarf aber noch der Optimierung. Untergebracht habe ich es in einer Klettertasche, die ich seitlich unter dem Sitz montiert habe. Der Schlauch baumelte aber seitlich herunter und ich musste ihn mir erst fangen, um zu trinken. Insgesamt eine schöne Tour, trotz der schlechten Wege. Mein Rad habe ich aber noch nicht genauer betrachtet. Das Waschen kommt jetzt dann in der nächsten Zeit.