| Tandem und die Suche danach |
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Nachdem unsere Geschwindigkeiten und Leistungsfähigkeit zu weit auseinanderliefen (siehe Einzelräder Upright) brachte uns eine umfangreiche Internetsuche auf das Hase Pino bzw. ein normales Tourentandem. Mehrere Besuche in Ottenhofen bei Andreas Seliger (Traumvelo) mit super Beratung haben uns verschiedene Möglichkeiten gezeigt. Das genialste Rad für uns war das Liegedreirad von Greenpower, das aber jenseits unseres Finanzrahmens lag. Normale Tandems brachten die gleichen Probleme bei Karin wie auf dem Tourenrad. Daher fuhren wir kurz das Hase Pino. Bei einem zweiten Besuch dann über zwei Stunden. Für Karin das Ideale. Liegeradsitz, Gelenkschonend und geniale Aussicht nach vorne. Für mich nach einer Stunde Muskelschmerzen in den Schultern und ein relativ unsicheres Fahrgefühl. Die Griffe waren für mich einfach zu weit auseinander und die Haltung ungewohnt. Zusammen mit dem Preis kamen wir ins Grübeln.
Über ein Wochenende fuhren wir nach Köln und fuhren das Rad von Ulrich Albert (novosport) Probe. Nach einer gemütlichen Nachmittagstour zeigte das Navi 42 gefahrene km. Am Abend war die Entscheidung zum Kauf bereits gefallen. Ich habe mir einen anderen Lenkvorsatz montiert und damit den Einschlagradius erweitert. Karin bekam einen Kettenspanner für vorne montiert, damit sie die Trittfrequenz wechseln kann. Das Rad bekam noch einen Gepäckträger und eine B&M-12V-Lichtanlage spendiert.
Für 2010 wollen wir Touren in unserem Einzugsbereich unternehmen. Für einen reinen Radurlaub fehlt uns noch die Erfahrung und mir das Feeling mit einem "LKW" vernünftig um Kurven und durch Schikanen zu kommen. |
Eher durch einen Zufall fand ich dann den Prototyp eines im Februar 2010 auf den Markt kommenden Liegetandems, das ähnlich wie das Pino und entgegen aller anderen Liegetandems vom hinteren Platz gesteuert wird. Bei den meisten Liegeradtandems ist nur der vordere Sitz wirklich Liegesitz. Wegen der maximal transportierbaren Länge auf einem Auto wird der hintere Sitz meist steiler gestaltet und ist ein Sesselsitz. Der Pilot muss mit einem kleinen Hebelarm die Bewegungen des Stokkers mit einem großen Hebelarm ausgleichen, wahrlich Schwerstarbeit. Bei diesem Prototyp war das anders. Der Pilot sitzt aufrechter und hat damit auch einen größeren Hebel.
Ein paar Probetouren haben wir absolviert und überall lächelnde Leute und Trauben von Interessierten erlebt. Das Fahrgefühl ist toll und wir freuen uns auf viele schöne Touren. Über ein Ebay-Angebot kam ich jetzt zu Magurabremsen, von der eine noch im Vorderrad des Tandems verbaut wird. Für ein solch schweres Gefährt mit den beiden Personen darauf sicherlich kein Luxus eine dritte Bremse zur Verfügung zu haben. Auf das Angebot kam ich, weil ich einen Liegeradsitz für ein günstig erworbenes, relativ altes Liegerad gesucht habe. Mit diesem werde ich meine abendlichen Trainingsrunden absolvieren.