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Nazca paseo oder ein neues Liegerad muss her

Nach einigen Trainingsrunden mit dem alten ZOX-Liegerad und diversen Touren, war ich auf der Suche nach einem neuen Liegerad, das besser ausgestattet ist und auch größere Touren durchsteht. Mein finanzieller Horizont bewegte sich im Bereich 600 Euro. Mehr wollte ich nicht ausgeben. Ein paar Angebote im Ebay habe ich einfach verschlafen, andere interessierten mich nicht, weil ich doch was vollgefedertes haben wollte.

Diverse Boards wurden immer wieder gescannt wie hpv.org, liegeradforum.de, ebay usw.. Irgendwann landete ich auch auf niederländischen Seiten und las mich soweit ein, dass ich die Anzeigen fast fließend lesen und grob verstehen konnte. Aber irgendwie war nie das passende dabei oder die Vorbesitzer wollten noch einiges mehr Geld für ihre Räder.


Inwischen ist das für mich verständlich, weil ein gut verarbeitetes leichtgängiges Rad einfach sein Geld wert ist und auch wenn man es nicht mehr fahren kann und will, es doch zu schade zum verschleudern ist.

 

Den Markt habe ich dann nach der Hornet II, der Streetmachine und den Flux-Rädern abgesucht. Erschwerend kommt hinzu, dass ich nur Untenlenker haben wollte, da ich im Probierparcour auf der Spezi mit allem anderen nicht zu Rande kam oder mir irgendwie nicht gefiel. Mit der Zeit war klar, dass der Preis für ein gut ausgestattes Rad mit wenig Kilometer deutlich höher anzusetzen ist. Ich verglich die Angebote dann nur noch an Hand der Ausstattung und schaukelte mich im Preis langsam nach oben.

 

Irgendwann im Juli blieb ich dann an einem fast neuen Nazca Paseo hängen, dass außer dem Dynamo und dem vordern Licht alles hatte, was ich wollte. Thomas hat das Rad an einen Kunden mit Knieschmerzen verkauft und dieser hat nach etlichen Versuchen eingesehen, dass Radfahren insgesamt für ihn vorbei ist und das Rad wieder Thomas hingestellt um es zu verkaufen. Ich schlich ein paar Tage lang um die Anzeige herum. 1800 Euro sind ja doch einiges mehr, als ich mir am Anfang dachte. Aber die 500 Euro unter Neupreis waren auch ein Wort.

 

Bei den Bayerischen Liegeradtagen hat Thomas dann erzählt, dass keiner sich auf die Anzeige gerührt hat, obwohl er es als Schnäppchen sieht. Ich habe ihm dann erzählt, dass ich auch darum herumgeschlichen bin und mich in der Woche nach den Liegeradtagen rühren würde. Kurz gesagt haben wir für den Samstag, den 07.08. einen Termin zum Probefahren ausgemacht und mit dem vorhandenen alten Liegerad und Karin machte ich mich auf den Weg nach Leisau bei Goldkronach in der Nähe von Bayreuth.

 

Nach einer Probefahrt nach Goldkronach und Karins kurzen Proberunden auf einem Schulhof war klar, dieses Rad kommt mit nach Augsburg. Nach nicht ernst gemeinter Feilscherei einigten wir uns auf den Preis in der Anzeige und nahmen den Sitz ab, um es auf dem Radständer am Auto zu transportieren. Beim alten Rad fädelte sich bei der Probetour der Umwerfer ins Hinterrad und die Befestigung am Ausfallende gab nach (war wohl schon ein paar mal verbogen worden - Sprödbruch). Da wird Otto wieder was zu tun bekommen (siehe Liegerad alt aber funktioniert).

 

Wir haben uns dann noch Bayreuth angeschaut und dann wieder den Heimweg über Sulzbach-Rosenberg und Eschenau angetreten. Heute am Sonntag habe ich dann noch den Ausleger sauber eingestellt, den Lenker etwas nach vorne geneigt und die Kette vom klebrigen Staub befreit. Die ersten Runden zur Einstellungsüberprüfung habe ich schon gedreht. Karin will erst mal auf dem alten Rad üben und nicht sofort mit dem neuen Rad umfallen. Sie ist noch sehr wackelig, aber das wird schon (war bei mir auch am Anfang so).

 
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